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Praxisnahe Anleitungen, Vergleiche und Hintergrundwissen rund um Gabionen, Zäune, Sichtschutz und Natursteinprodukte. Für alle, die ihr Gartenprojekt gut informiert planen und umsetzen möchten.

Gabionen

Gabionen selber bauen: Mit unserer einfachen Anleitung zur eigenen Gabionenmauer

Gabionen selber bauen: Mit unserer einfachen Anleitung zur eigenen Gabionenmauer

Kurz zusammengefasst

  • Gabionen kannst du mit etwas handwerklichem Geschick selbst bauen.
  • Plane Standort, Maße und Verwendungszweck deiner Gabionenmauer.
  • Berücksichtige bei hohen oder statisch anspruchsvollen Konstruktionen die notwendigen baulichen Anforderungen.
  • Achte auf einen geeigneten und tragfähigen Unterbau.
  • Verbinde alle Gitter miteinander, baue die Distanzhalter ein und richte die Gabionenkörbe aus.
  • Befülle die Körbe lagenweise mit passenden Steinen und kontrolliere zwischendurch Ausrichtung und Form.
  • Schließe die Körbe mit den Deckelmatten und baue bei Bedarf die nächste Lage der Gabionenmauer.
Ob als Sichtschutz, Grundstücksbegrenzung, Hangbefestigung oder dekoratives Element im Garten, Gabionen sind vielseitig einsetzbar. Damit deine Gabionen am Ende stabil stehen und auch optisch überzeugen, kommt es vor allem auf die richtige Vorbereitung an.
In dieser Anleitung zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du Gabionen aufbaust und mit Steinen befüllst. Die einzelnen Arbeitsschritte erklären wir zunächst nur im Überblick. In weiteren Beiträgen gehen wir später noch ausführlicher auf die jeweiligen Themen ein.
 

Kann man Gabionen selbst bauen?

Ja, Gabionen lassen sich in den meisten Fällen problemlos selbst aufbauen. Mit einer guten Planung und etwas handwerklichem Geschick, kannst du eine Gabionenwand auch als Einsteiger selbst aufbauen.
Bei sehr hohen Gabionenwänden, Hangbefestigungen oder besonderen Bodenverhältnissen solltest du nicht allein nach einer allgemeinen Anleitung vorgehen. Hier können statische Berechnungen, eine fachgerechte Planung oder weitere bauliche Anforderungen notwendig sein.

Du bist dir bei der Planung unsicher? Wir unterstützen dich gerne bei deinem Gabionen-Projekt und stellen die passenden Gabionenkörbe für dich zusammen.
 

1. Wie plane ich Gabionen richtig?

Bevor du mit dem Aufbau beginnst, solltest du genau überlegen, wofür du die Gabionen einsetzen möchtest. Eine niedrige Gabione im Garten stellt andere Anforderungen als eine hohe Sichtschutzwand oder eine Konstruktion zur Hangbefestigung.

Miss den geplanten Bereich aus und lege fest, wie lang, hoch und tief deine Gabionenmauer werden soll.
Möchtest du einen Sichtschutz oder Zaunersatz? Dann ist unser Gabionenzaun mit 25 cm Tiefe für dich die beste Wahl. Den Gabionenzaun gibt es bei uns im Shop bis 2 m Höhe.
Baust du Gabionen als Stützwand? Dann kommen unsere Gabionen ab 50 cm Tiefe zum Einsatz.
Wie tief die Gabionenkörbe sein müssen, hängt vor allem von der Höhe der Mauer und der Belastung des abzufangenden Bereichs ab. Wenn du nur eine Gartenfläche ohne zusätzliche Gebäude- oder Verkehrslasten abfangen möchtest, kannst du als Faustregel davon ausgehen: Die Tiefe der Gabione sollte etwa der Hälfte ihrer Höhe entsprechen. Bei einer mehrreihigen Gabionenmauer wird die benötigte Tiefe für jeden Höhenmeter neu betrachtet. Dadurch wird die Mauer nach oben hin schmaler.
Ein Beispiel: Bei einer 2 Meter hohen Gabionenmauer könnte der unterste Korb 1 m hoch und 1 m tief sein. Darauf wird ein weiterer, 1 m hoher Korb mit einer Tiefe von 50 cm gesetzt.
Wichtig: Diese Angaben sind eine Faustregel für einfache Anwendungen ohne zusätzliche Lasten. Bei höheren Mauern, schwierigen Bodenverhältnissen oder zusätzlichen Belastungen sollte die erforderliche Ausführung statisch geprüft werden. Gerne stehen wir dir beratend zur Seite.

Auch die gewünschte Optik spielt eine Rolle: Von der Maschenweite der Gittermatte bis zur Auswahl der Füllsteine gibt es verschiedene Möglichkeiten. Unsere Gabionen kannst du in den Maschenweiten 10x10 cm, 5x10 cm und 5x5 cm bestellen. Je nachdem, ob du große Steine für die Optik einer Trockenmauer oder kleinere Steine für eine schnelle Befüllung bevorzugst, kannst du die passende Maschenweite auswählen..
 

2. Wie bereite ich den Unterbau für die Gabionen vor?

Ist die Planung abgeschlossen, geht es an den Untergrund. Damit deine Gabionen später sicher und dauerhaft stehen, brauchst du einen tragfähigen, möglichst ebenen Untergrund.
Entferne zunächst Gras, Wurzeln, Mutterboden und lockere Erdschichten und grabe bis zum tragfähigen Boden. Die Mindesttiefe ist abhängig von Bodenqualität, Größe und Verwendungszweck der Gabionen. Die Breite sollte umlaufend 10-20 cm größer als die Gabionen sein. Anschließend wird der Unterbau lagenweise mit Naturstein-Schotter ohne Nullanteil aufgefüllt und verdichtet. Nur in wenigen Fällen, z.B. bei weichen, nicht ausreichend tragfähigen Böden oder sehr hohen Gabionenwänden, ist ein Betonfundament nötig.
Bei unserem Gabionenzaun gibt es noch die Besonderheit, dass mit dem Unterbau auch stabilisierende Vierkantrohre in Punktfundamente gesetzt werden müssen.
 

3. Wie baue ich die Gabionenkörbe richtig auf?

Jetzt kannst du die Gabionenkörbe aufbauen. Unsere Gabionen bestehen aus einem Bausatz mit allen benötigten Gittermatten, Distanzhaltern und Verbindern, wie Spiralen oder Klammern.
Leg alle Bodenmatten auf den vorbereiteten Unterbau aus. So erkennst du bereits die Länge und siehst, ob eventuelle Anpassungen nötig sind.
Anschließend befestigst du die Trennwände, Kopfstücke, Rückseiten und Frontmatten mit den Bodenmatten, sowie miteinander. Wenn die Körbe bündig, also ohne Versatz, nebeneinander stehen, wird zwischen zwei Körben nur eine Trennwand verwendet.
Nachdem alle Gittermatten miteinander verbunden sind, werden die Distanzhalter gemäß der Anleitung eingesetzt.
Um die Gabionen auszurichten, sollten erst einmal etwas Schotter und ein paar wenige Steine auf den Bodenmatten verteilt werden. Als Hilfskonstruktion eignen sich auch Latten, die an den Fronten befestigt werden. Sie helfen auch beim späteren Befüllen der Gabionen.
 

4. Wie befülle ich Gabionen?

Nun werden die Gabionen mit Steinen gefüllt. Welche Gabionensteine geeignet sind, hängt unter anderem von der Maschenweite und der gewünschten Optik ab. Die Steine sollten groß genug sein, damit sie nicht durch die Maschen fallen. Gleichzeitig solltest du sie möglichst so platzieren, dass eine stabile und ansprechende Steinfüllung entsteht.

Bei sichtbaren Gabionen kann es sich lohnen, die größeren und besonders schönen Steine gezielt per Hand an den Außenseiten zu platzieren. Den Innenbereich kannst du je nach Gabionensystem mit einer kleineren Steinkörnung auffüllen, das spart Zeit und teilweise auch hochwertigeres Material für die Sichtseiten. Befüll die gesamte Gabionenmauer lagenweise und sorge dafür dass sich die Steine gut verkeilen und wenige Hohlräume entstehen. Kontrolliere nach jeder Lage die Ausrichtung und Form der Gabionen und entferne herausstehende Steine. Wir empfehlen die Befüllung per Hand.
 

5. Abschluss und Kontrolle

Nach dem vollständigen Befüllen wird der Deckel aufgesetzt und ebenfalls mit Spiralen oder Klammern fixiert. Falls eine weitere Lage Gabionen aufgesetzt werden, solltest du mit kleineren Steinen die Hohlräume unter der Deckelmatte auffüllen, damit eine ebene Auflage für die nächsten Körbe entsteht. Kontrolliere abschließend noch einmal alle Verbindungen der Wand. Sollte es sich um eine Stützwand handeln, befestige vor dem Hinterfüllen ein wasserdurchlässiges Vlies an der Gabionenmauer damit keine Erde durchgespült wird.

Nach dem ersten Winter, bzw. nach Frostperioden, kann sich die Füllung leicht setzen. Ein kurzer Kontrollblick und bei Bedarf Nachfüllen und Entfernen hervorstehender Steine genügt.
 

Häufige Fehler vermeiden

Die häufigsten Probleme entstehen durch einen falschen Unterbau, fehlende oder falsch eingesetzte Distanzhalter oder zu kleines Füllmaterial, das durch die Maschen rieselt.

Nimm dir für das Befüllen ausreichend Zeit. Ein großer Vorteil von Gabionen ist ihre zeitliche Unabhängigkeit. Du kannst sie grundsätzlich das ganze Jahr über aufbauen. Wenn dir also die Zeit fehlt oder das Wetter plötzlich umschlägt, kannst du die Arbeit einfach unterbrechen und später fortsetzen.
Auch wenn die Steine am Ende des Tages noch nicht vollständig eingefüllt sind: Lass die Baustelle lieber ruhen, statt aus Zeitdruck oder Ungeduld unsauber zu arbeiten. Eine sorgfältige Befüllung zahlt sich aus, sowohl für die Optik als auch für die Stabilität deiner Gabionenwand.
 

Fazit: Gabionen selbst bauen ist kein Hexenwerk

Gabionen selbst zu bauen ist für viele Gartenprojekte gut machbar. Wenn du Planung, Untergrund, Aufbau und Befüllung Schritt für Schritt angehst, hast du bereits die wichtigsten Grundlagen.

Besonders wichtig: Nimm dir für den gesamten Aufbau etwas mehr Zeit. Eine sauber ausgerichtete und ordentlich befüllte Gabione sorgt dafür, dass deine Gabionenwand am Ende nicht nur gut aussieht, sondern auch dauerhaft stabil steht.

In den nächsten Beiträgen schauen wir uns die einzelnen Schritte genauer an: Wie planst du Gabionen richtig? Welches Fundament brauchst du? Welche Steine eignen sich? Und wie befüllst du eine Gabione fachgerecht?
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Fachwissen rund um Gabionen und Zäune. Vom Sichtschutz bis zur statisch anspruchsvollen Stützwand.

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